2010 stehen mehr Mittel für Radwege bereit Schlotmann: Regionale Arbeitsgruppen einrichten
Für das Jahr 2010 stehen insgesamt 13 Millionen Euro für den Bau von Radwegen
an Bundes- und Landesstraßen bereit. Für Bundesstraßen steht mit neun
Millionen Euro mehr Geld zur Verfügung als im vergangenen Jahr (fünf
Millionen Euro), die Mittel für den Radwegebau an Landesstraßen bleiben mit
vier Millionen Euro konstant. “Damit können wir das Radwegenetz im Land
weiter ausbauen”, sagte Verkehrsminister Volker Schlotmann heute bei einem
Besuch in Satow.
Beim der Verbesserung des Radverkehrs will Schlotmann die Kreise und Kommunen
besser einbeziehen als bisher üblich. In Zukunft werden, wenn von den
jeweiligen Kreisen und Kommunen gewünscht, regionale Arbeitsgruppen zum Thema
Radverkehr einberufen. In diesen sollen alle Beteiligten ihre notwendigen und
machbaren Beiträge zur Verbesserung des Radverkehrs in den jeweiligen
Regionen festlegen. Mitglieder sollen Vertreter der betroffenen Landkreise
und Kommunen, des Straßenbauamtes und des Verkehrministeriums sein. Auch die
Vernetzungsstelle des ADFC und der Tourismusverband sollen beteiligt werden,
die Leitung der Arbeitsgruppen soll bei den Ämtern für Raumordnung liegen.
“Radwege sind nicht nur Verbindungswege zwischen Orten. Sie strahlen auch
immer in die Region aus. Die Planung der Radverkehrinfrastruktur muss daher
bewusst neben verkehrlichen auch immer wirtschaftliche, touristische und
demografische Aspekte einbeziehen. Wenn alle an einem Tisch sitzen, können
wir die besten und fairsten Lösungen finden”, so Schlotmann. Bereits geplant
ist eine Arbeitsgruppe für das Radverkehrsnetz um Stavenhagen, Waren und
Teterow. Sie soll im Februar erstmals tagen. Auch in Rügen und Nordvorpommern
werden entsprechende Arbeitsgruppen vorbereitet.
Schlotmann sprach sich heute bei einem Gespräch mit dem Bürgermeister
Matthias Drese in Satow für eine regionale Arbeitsgruppe Radverkehr auch im
Landkreis Bad Doberan aus. Er sagte außerdem den Bau von zwei Radwegen an der
L 10 zu, und zwar zwischen Clausdorf und Stäbelow und von Radegast über Satow
bis Anna Luisenhof. “Beide Strecken werden häufig von Schülerinnen und
Schülern auf dem Weg zum Unterricht genutzt. Radwege würden den Schulweg
sicherer machen”, so der Verkehrsminister. Der Zeitplan für den Bau dieser
und weiterer Radwege im Kreis Bad Doberan könnten entsprechend der zur
Verfügung stehenden Mittel in der regionalen Arbeitsgruppe Radverkehr
festgelegt werden.

